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Scharbeutz - Publikumsmagnet Mittsommernachtsfest

„Im Umgang mit Superlativen ist Vorsicht geboten, sie nutzen sich leicht ab …“, ist inzwischen zu einem geflügelten Wort der Moderatoren-Legende Hans-Joachim Friedrichs geworden, das sich jeder seriöse Journalist ins Stammbuch geschrieben hat.
Auf das Mittsommernachtsfest in Scharbeutz, vom 17. bis 19. Juni 2011, kann man diese Aussage aber ruhigen Gewissens anwenden. Sylvia Inselmann, die erste Vorsitzende der Scharbeutzer Wirtschaftsvereinigung, als Veranstalter des Festes, und Rotraud Schwarz, die mit ihrer Agentur Strand-Promotion das Bühnen- und Rahmenprogramm - wie schon in den Jahren zuvor - organisiert hat, waren von dem diesjährigen großen Erfolg selbst völlig überwältigt.
Unzählige Menschen drängten sich bereits am Freitagabend am Aktionsstrand und auf der Promenade. Unter ihnen auch viele Gäste aus den umliegenden Orten, ebenso wie zahlreiche „Neu-Gewerbetreibende“, die neben Timmendorfer Strand nun auch in Scharbeutz ihre geschäftlichen Zelte aufgeschlagen haben, wie Heinz Meyer, Vorsitzender der Aktivgruppe Timmendorfer Strand und Inhaber einiger Geschäfte in der Strandpassage Timmendorfer Strand, das Ehepaar Liebrecht mit ihren „Christina’s“-Boutiquen, ebenso wie Juwelier Mike Linder, der – soll man sagen noch nicht – in Scharbeutz vertreten ist, im Gegensatz zu Ralf Casagrande, der mit seinem „Café Wichtig“ in Scharbeutz eines der vier Dünenhäuser mit Leben erfüllt hat, die Jens Friedländer von der Devello Immobilien AG auf der Scharbeutzer Promenade verwirklicht hat.
Mit einer furiosen Bühnen- und Kostüm-Show heizten am Freitagabend „Boerney and the Tri Tops“ die Menge an, gefolgt - nach ihrem fast vierstündigen Auftritt - von DJ Matthias. Erwachsene und Kinder sangen und tanzten bis weit nach Mitternacht. In den Abendstunden illuminierte die Freiwillige Feuerwehr Haffkrug die Szenerie mit einem Lagerfeuer am Strand.
War der erste Tag mit angenehmen Temperaturen und geschlossenen Himmelsschleusen gesegnet, fragte sich mancher am Samstag, ob der Vorabend noch zu toppen wäre, denn gegen Mittag begann es zu stürmen und zu regnen. Um die Antwort vorweg zu nehmen … auch der Samstag wurde wieder ein großer Erfolg.
DJ Torsten stimmte die Menge so gut ein, dass diese selbst den dicken Regenguss gegen 16 Uhr ignorierte. Um 18 Uhr brach wie auf Bestellung die Sonne durch und beschien strahlend den Auftritt der Samba Percussions Gruppe „Bateria Barulho“.
Eine Stunde später enterte Wolfgang Frank, der Kreuzfahrt-Direktor des Traumschiffs „MS Deutschland“, musikalisch die Bühne. Der Regen wagte erneut einen zaghaften Versuch, gab aber schnell auf, denn weder Wolfgang Frank noch die Zuschauer ließen sich davon beeindrucken – die Show ging einfach weiter.
Im Stundentakt ging es Schlag auf Schlag. Alex Parker gab Udo-Jürgens-Klassiker zum Besten, Roland Bless, Gründungsmitglied von PUR und jetzt auf Solopfaden, begeisterte mit Liedern seiner ersten eigenen CD und ab 22 Uhr sorgte Tom Miller als Elvis-Interpret für Begeisterungsstürme.
Einen Überraschungs-Auftritt hatte dabei Jens Lassen, der als Direktor des Maritim Clubhotels die Lübecker Bucht verlässt und mit Tom Miller zusammen – sozusagen als Abschiedsgeschenk - Elvis im Doppelpack gab. Viele dachten dabei ein wenig wehmütig an seine Live-Auftritte während seiner Direktoren-Tätigkeit in der hauseigenen Bar.
Den Abschluss – wieder bis weit nach Mitternacht – gestaltete erneut DJ Torsten, wobei es sich Sylvia Inselmann und Dieter Fäber, die erste und der zweite Vorsitzende der veranstaltenden Scharbeutzer Wirtschaftsvereinigung nicht nehmen ließen, Rotraud Schwarz auf die Bühne zu holen, um sich herzlich mit Worten und einem großen Rosenstrauß für ihr Engagement bei der Organisation des Fests zu bedanken. Dabei flossen einige Glücks- und sicher auch Erschöpfungs-Tränen.
Nach zwei solchen Tagen fiel der einzige kleine Wehrmutstropfen kaum noch ins Gewicht, denn ab Sonntagmittag floss der Regen dann doch in Strömen und es kam nicht mehr zum geplanten Auftritt der Lokalmatadoren LaBianca und auch die Stände mit ihren Essens- und Getränke-Angeboten schlossen vorzeitig. Trotzdem war das einhellige Resümee: „Es war ein tolles Fest, wir freuen uns auf das nächste Jahr.“

Quelle: luebecker-bucht-regional.de vom 20. Juni 2011
Link: http://luebecker-bucht-regional.de/

Bäderregelung: Kirche soll auf Klage verzichten

Timmendorfer Strand - Die Kirchengemeinde Timmendorfer Strand tritt weiter für die Beibehaltung der Bäderregelung ein. Die Mitglieder stärkten jetzt ihrem streitbaren Pastor den Rücken.
Einstimmig fiel auf der jüngsten Gemeindeversammlung am Wochenende im Timmendorfer Pastor-Pfeiffer-Haus die Entscheidung, die Nordelbische Kirchenleitung aufzufordern, ihre Klage gegen die Bäderregelung zurückzuziehen. Wie berichtet, will die Führungsspitze bei diesem Thema das Verhältnis von Regel und Ausnahme gerichtlich klären lassen.
Die Gemeindeversammlung verlief genau so, wie Pastor Professor Thomas Vogel gehofft hatte: Ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen beschlossen die Anwesenden, ein entschiedenes Signal an die Kirchenleitung zu senden. „Wir sind aus guten Gründen für die Beibehaltung der Bäderregelung“, unterstrich Vogel in seinem Diskussionsbeitrag, „und wir machen gute Erfahrungen mit einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Geschäftsleuten unseres Ortes.“
Vogel sagte, er stehe zu dem Satz, mit dem er schon so oft in den Medien zitiert worden sei: „Wenn der Ort voll ist, ist auch die Kirche voll.“ Timmendorfer Strand verzeichne einen beachtlichen Gottesdienstbesuch – anders als in vielen anderen Orten.
„Wir stehen in sehr enger Verbindung mit den Gewerbetreibenden“, sagte Vogel weiter, „nicht nur beim Oster-Halligalli.“ Die Kirche bringe sich bei allen größeren Veranstaltungen sehr aktiv mit ein: „Und das zeigt zunehmende Resonanz; damit erreicht man zusätzlich sehr viele Menschen. Zur Adventsandacht als Abschluss des musikalischen Weihnachtsmarktes beispielsweise kommen bis zu 3000 Leute ins Ortszentrum.“
Sylvia Land-Inselmann als Vorsitzende des Tourismusvereins Scharbeutz dankte Vogel in der Versammlung für sein Engagement: „Das finde ich sehr mutig, Sie machen das ganz prima.“
Auch Timmendorfs Tourismuschef Christian Jaletzke kommentierte das Geschehen gestern: „Wo immer Kirche mitten im Leben steht, erreichen ihre Botschaften mehr Menschen.“
Heinz Meyer als Vorsitzender der Timmendorfer Aktivgruppe für Handel und Gewerbe freute sich: „Unsere Kirchengemeinde zeigt hier ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihre Arbeitsplätze behalten wollen. Und dadurch bewahrt sie ihre Glaubwürdigkeit.“

3 Quelle: ln-online/lokales vom 02. März 2010
Link: www.ln-online.de/artikel/2747108

Timmendorfer Kirche bekennt sich zur Bäderverordnung

„Wo der Ort voll ist, ist auch die Kirche voll“, dieser Satz von Pastor Vogel von der Kirchengemeinde Timmendorfer Strand ist mittlerweile zum geflügelten Wort geworden, wenn es um die Bäderregelung und damit um die Sonntagsöffnungszeiten der Geschäfte geht.
Sie war auch zentrales Thema bei der Gemeindeversammlung am letzten Sonntag im Februar. „Man will die Regelung nicht gesamt kippen“, erläuterte Pastor Vogel den Anwesenden, „das Ziel der Nordelbischen Kirchenleitung ist vielmehr Regeln und Ausnahmen zu justieren.“
An einigen Beispielen erläuterte er, wie gut man in Timmendorfer Strand damit lebt und welche Vorteile es für die Kirche hat. Durch die Teilnahme an Veranstaltungen wie ‚Timmendorf strahlt’, dem Niendorfer Martinsritt, dem Adventsmarkt oder dem Ostereiersuchen am Strand würden viele Menschen erreicht, die man sonst nicht erreichen würde. Und seien die Parkplätze voll, gäbe es auch mehr Besucher der Kirche. „Wenn es andernorts hapert, zeigen wir gerne einmal, wie das geht“, gab er sich kämpferisch, denn er wäre froh, wenn die Klage der Nordelbischen Kirche scheitern würde. Mit dieser Aussage nahm er auch beim Bischof kein Blatt vor den Mund. Sylvia Land-Inselmann, die neue Vorsitzende des Tourismusvereins Scharbeutz, die bei der Gemeindeversammlung als einzige Vertreterin der Gewerbetreibenden anwesend war, bescheinigte Pastor Vogel: „Ich finde Sie sehr mutig und gradlinig und werde Sie gerne unterstützen.“
Der Vorschlag, dass der Kirchenvorstand bei der Kirchenleitung einen Antrag stellt, die Klage zurückzunehmen, wurde in der Gemeindeversammlung einstimmig angenommen.
Nun wird in den entsprechenden Gremien eine Resolution verfasst. Es kann davon ausgegangen werden, dass das Votum dafür ebenfalls einstimmig erfolgen wird, da die Gremiumsmitglieder fast vollständig bei der Gemeindeversammlung anwesend waren.
Eine gemeinsame Stellungnahme zum gleichen Thema der Tourismusverbände, der IHK und des DEHOGA ist nachzulesen unter: www.lb-regional.de/Bäderverordnung_Verbände.pdf

Quelle: Artikel: Brigitte Arms, 2. März 2010
Link: www.luebecker-bucht-regional.de

Kampf dem Investitionsstau: Tourismusverein macht mobil

Wie kommen Vermieter an Geld, ohne sich über knauserige Banken ärgern zu müssen? Der Scharbeutzer Tourismusverein will auf diese Frage eine Antwort geben.
Viele mittelständische Vermieter leiden derzeit unter einem Ärgernis, das es nach lautstarker Beteuerung der Banken angeblich gar nicht gibt - der Kreditklemme. Die Mitglieder des Tourismusvereins Scharbeutz wollen das nicht länger hinnehmen: Sie planen eine Informationsveranstaltung darüber, wie sich die Leidtragenden der aktuellen Entwicklung wehren können.
„Es gibt einen Renovierungsstau in unserer Branche“, berichtete Sylvia Land-Inselmann als Vorsitzende des Tourismusvereins jetzt vor der Presse, „aber wir bekommen kein Geld von den Banken. Und unter solchen Umständen kann dann auch ein Verein wie unserer nicht viel ausrichten.“
Also richten die Aktiven jetzt einen Informationsabend aus – und zwar unter dem Motto „Wie komme ich an Geld, ohne eine Bank zu brauchen?“ Die Vorsitzende: „Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, um an Zuschüsse oder Darlehen zu gelangen - man muss nur wissen, wie. Und genau hier wollen wir mit unserer Veranstaltung weiterhelfen.“
Die Vereinsmitglieder stehen nicht allein. Auch die Aktivgruppe für Handel und Gewerbe aus Timmendorfer Strand und die Mittelstandsvereinigung MIT haben sich angeschlossen und werden dabei sein. „Wir müssen das Problem aus der Welt schaffen“, sagt Land-Inselmann, „es ist eine Schraube ohne Ende: Keine Investitionen, weniger Gäste - und als Folge nicht bediente Kredite.“
Wann der Abend für die Vermieter stattfinden soll, ist noch nicht genau terminiert: „Wir werden das Datum rechtzeitig über die Presse bekanntgeben, damit möglichst viele dabei sein können.“ Erfreut haben die Initiatoren auf die Nachricht reagiert, dass auch Vertreter mehrerer Kreditinstitute ihre Teilnahme zugesagt haben ...
Joachim Nitz als Direktor des Tourismusservice Scharbeutz begrüßt den Vorstoß des Vereins: „Wir haben aus unserer Sicht immer die Strategie verfolgt, dass die Kommune passende Rahmenbedingungen für einen florierenden Tourismus schaffen muss. Das wird schon daran deutlich, dass wir in sieben Jahren rund 25 Millionen Euro investiert haben. Nun muss das Unterkunftsgewerbe folgen - wir brauchen eine größere Leistungsbreite. Das hat aber bisher nur in Teilen funktioniert.“
Nach Nitz’ Einschätzung habe sich in der Gastronomie bereits einiges zum Besseren gewendet, aber bei vielen Vermietern bestünden noch Chancen zur Optimierung ihres Angebots: „Das Thema Investitionen ist für den Ort immens wichtig. Eine tolle Promenade allein bringt gar nichts. Vom Anblick eines schönen Tellers wird man nicht satt. Entsprechend unterstützen wir gern alles, was dazu dient, das Angebot für die Urlauber zu verbessern.“
In diesem Zusammenhang sieht Nitz auch das Bemühen um eine attraktivere Ortsgestaltung in der kalten Jahreszeit: „Das kann niemand allein. Es müssen alle an einen Tisch und über Erfolg versprechende Lösungen diskutieren.“

Quelle: ln-online/lokales vom 26. Februar 2010
Link: www.ln-online.de/artikel/2744956